Konjunktur erreicht Trendwende
Nach einem Jahr kontinuierlichen Schrumpfens, ist im dritten Quartal 2009 erstmals wieder der Umsatz mit Sensorik und Messtechnik gewachsen. Gegenüber dem Vorquartal, Q2‘2009, gewann er rund 5,5 Prozent. Zuvor hatte die Branche 25 Prozent des Umsatzes aus dem entsprechenden Vorjahres-Quartal, Q3‘2008, verloren. Somit beträgt die Einbuße zum Vergleichszeitraum nunmehr rund 20 Prozent. Laut Umfrageergebnis setzten mit 48 Prozent fast die Hälfte aller befragten Unternehmen Kurzarbeit ein und der Anteil der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitsplätze in der Branche blieb bei rund 13 Prozent.
So die Ergebnisse der jüngsten Quartalsumfrage des AMA Fachverband für Sensorik e.V. zur konjunkturellen Lage der Sensorik- und Messtechnik-Branche im deutschsprachigen Raum. Die Befragung unter den AMA-Mitgliedsfirmen erfasste mehr als 11 Prozent der Branche.
Mit jeweils rund 10 Prozentpunkten gegenüber dem Quartal Q3‘2008, sank der Umsatz mit Sensoren und Messtechnik während der Quartale Q4‘2008 und Q1‘2009 am stärksten. Anschließend wurde das zweite Quartal 2009 zum Vorboten einer möglichen Trendwende, da sich die Negativentwicklung während dieser Zeit auf minus 5 Prozentpunkte verlangsamte.
Zu den aktuellen Umfrageergebnissen des AMA Fachverband für Sensorik e.V., äußert dessen Geschäftsführer, Dr. Thomas Simmons, dass sich „die Qualität der erreichten Trendwende schwer beurteilen lässt. Denn ein Teil der positiven Entwicklung geht auf das Auffüllen leerer Lager zurück, die unsere Kunden zuvor krisenbedingt heruntergefahren haben. In Folge hat die Branche nun das Einschwingen des Lieferanten-Kunden-Systems zu bewältigen, was einige der branchentypischen kleinen und mittleren Unternehmen sehr herausfordern wird, insbesondere vor dem Hintergrund zurückhaltender Kreditvergaben und verbreiteter Kurzarbeit.“
Simmons weiter: „Der AMA Fachverband appelliert deshalb an die Banken, bei der Vergabe von Krediten an die Unternehmen der Sensorik-Branche weniger restriktiv zu sein. Unsere heimische Branche ist weltweit führend und liefert eine unverzichtbare Schlüsseltechnologie für sämtliche Industriesektoren. Am Anfang jeder Kette zur Regelung, Steuerung oder Automatisierung steht die Bestimmung des Ist-Zustands – und hierfür werden immer mehr Sensoren und Messsysteme gebraucht. Jetzt gilt es, den Aufschwung frühzeitig zu nutzen.“
Zum Download: Text, Grafik, PDF
Berlin, 16. November 2009
Ansprechpartner:
Dr. C. Thomas Simmons
AMA Fachverband für Sensorik e.V.
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