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Die Branche

Historie

Von den Anfängen des "elektrischen Messens nichtelektrischer Größen" bis weit in die 70er Jahre hing die Qualität des Messsystems sehr stark vom handwerklichen Geschick des Herstellers ab, der Feinmechanik mit elektrischer Signalaufnahme koppelte. Die Produkte waren zunächst so strukturiert, dass alle Komponenten einer MSR-Kette eigenständige „black boxes“ waren, und das besondere Know-how lag in der sinnvollen technologischen Nutzung und Optimierung physikalischer Effekte für sensorische Messungen. Andererseits hing der Erfolg einer Entwicklung von der „richtigen“ Verknüpfung unterschiedlicher Technologien ab – Mechanik, Aufbau- und Verbindungstechnik, Elektronik usw. – sowie davon, wie die Einzelkomponenten einer MSR-Kette miteinander verbunden wurden. Diese grundsätzlichen Fähigkeiten waren in der deutschen Feinmechanik vorhanden und konnten leicht auf die Sensorik übertragen werden. Durch das Vorhandensein nahezu aller Anwenderbranchen für elektronisches Messen in Deutschland gab es außerdem ausreichend Potenzial für Nischenanwendungen durch kleinere Unternehmen. So war die Struktur der deutschen Sensorik-Branche – anders als z. B. in den USA oder Japan – weitgehend von der deutschen Feinmechanik mit den typisch sehr kleinen und innovativen Unternehmen geprägt, die sich hochflexibel auf alle Kundenwünsche einstellen konnten.

Ab Mitte 70er Jahre
Erstmalig wurden Halbleiter als Sensoren eingesetzt. Größere Technologiekonzerne gewannen damit in Deutschland, den USA und Japan als OEM-Lieferanten von Sensorelementen für die Branche zunehmend an Bedeutung. Die Systemintegration schritt gleichzeitig voran und erwies sich als Domäne der kleinen, ehemals ausschließlich feinmechanischen Unternehmen, so dass sich an der Struktur der deutschen Sensorik-Branche nur wenig änderte. Die Zusammenarbeit von internationalen Technologiekonzernen mit zahlreichen Herstellern von sensorischen Endprodukten erwies sich aber als ausgesprochen segensreich und leitete eine sprunghafte Entwicklung für die deutsche Sensorik Anfang der 80er Jahre ein. Gleichzeitig gab es viele Unternehmensgründungen, die direkt auf die neuen Technologiefelder abzielten und sich mit neuen Produkten neue Zielgruppen erschlossen. Insgesamt ist die deutsche bzw. mitteleuropäische Sensorik vor allem durch ihre besondere Struktur, die große Kundennähe und ihre applikationsspezifische Ausrichtung auch heute im Markt sehr erfolgreich und hat eine starke Position im weltweiten Wettbewerb.


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English© AMA Fachverband für Sensorik e.V. (Stand: 02.02.2012)