Projekte
Modulare Mikrosensorik
2001 startete der AMA Fachverband – auf Wunsch und gefördert durch das BMBF – eine Konzeptentwicklung zur Übertragung des unter Federführung des VDMA entstandenen Konzepts zur Modularen Mikrosystemtechnik, gemeinhin bekannt unter MATCH-X, auf Mikro-Messsysteme.
Dazu wurde zunächst eine Studie gestartet, ob und ggf. in welchem Umfang die Hersteller von Messsystemen bereits modulare Strukturen in ihren Produkten verwendeten. Zur großen Überraschung stellte sich heraus, dass ca. 80 % der modernen Messsysteme bereits modular aufgebaut sind, insbesondere durch Einsatz eines relativ breitbandigen ASICs. Allerdings handelte es sich um firmenspezifische Modularisierungen.
Im nächsten Schritt wurde ein typisches Messsystem in Funktionsblöcke zerlegt und geprüft, wo man sinnvoll herstellerunabhängige Schnittstellen definieren könnte. Das Ergebnis waren zwei Schnittstellen: die „PrimSens-Schnittstelle“, welche die sehr unterschiedlichen Signalpegel der Sensorelemente auf einem einheitlichen Niveau bündelt und die „Buskoppel-Schnittstelle“, welche die interne, digitale Übergabe eines Messsignals an eine Busanbindung definiert.
» weitere Infos zu den Schnittstellen
Im Juni 2004 konnten die Konzeptarbeiten in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen abgeschlossen werden, das Konzept wurde vom AMA Fachverband „an die Branche“ zur freien Nutzung übergeben. Inzwischen gibt es erste Produkte am Markt, bei denen die Empfehlungen des AMA Fachverbandes umgesetzt sind.

