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Ausbildungsmöglichkeiten in der Sensorik
Gibt es heute noch Bereiche in unserem täglichen Leben, wo die Sensorik keine Rolle spielt? Ob in der Unterhaltungselektronik, dem Automobilbau oder der Industrieelektronik, überall übernehmen Sensoren Funktionen, die uns das tägliche Leben erleichtern oder für einen optimalen Produktionsprozess verantwortlich sind.
Beschleunigungssensoren schützen bei Schockbelastung die Festplatte des CD-Players, in der Digitalkamera verhindern sie ein Verwackeln der Bilder, ABS- und ESP-Systeme sorgen für ein sicheres Fahrverhalten im Kraftfahrzeug.
Oft sind es mechatronische Systeme, also Systeme die aus einer Kombination von Mechanik, Elektronik und, für eine intelligente Signalauswertung, aus der Informatik bestehen, die diese Funktionen übernehmen. Die Herstellung der Messwertaufnehmer, also die der Sensorelemente selber, erfolgt oft mit Verfahren der Mikrosystemtechnik. Diese Technologie gehört zusammen mit der Mikroelektronik zu den Schlüsseltechnologien des 21 Jahrhunderts.
Durch die Entwicklung der Mikroelektronik konnten die Dimensionen von Bauelementen um Zehnerpotenzen verringert werden, wodurch technische Bereiche wesentlich bereichert oder erst ermöglicht wurden. Die Mikrosystemtechnik ist die Weiterentwicklung der Mikroelektronik auf nicht-elektronischen Bereichen. In der Entwicklung und Produktion dieser Mikrotechnologien sind bereits heute mehr als 600.000 Menschen tätig. Für die Herstellung mikrotechnischer Bauteile und Komponenten sind technisch anspruchsvolle und hochkomplexe Fertigungsverfahren notwendig, die qualifiziertes und verantwortungsbereites Personal erforderlich machen.
Mechatronische Systeme und darin integrierte Mikrosysteme werden in der Medizintechnik, der Prozesstechnik, der Kraftfahrzeugtechnik, der Lebensmitteltechnik und vielem mehr angewendet. Es gibt keinen Bereich der Technik, der Medizin, der Umwelt, in dem solche Systeme nicht schon heute eine ganz wichtige Rolle spielen oder in Zukunft spielen werden. So hat inzwischen auch die Nanotechnologie ihre Anwendungsfelder in der in den letzten in der Sensorik gefunden. Daher eröffnet sich ein vielfältiges Einsatzgebiet und exzellente Entwicklungschancen für qualifiziertes Personal.
Um den notwendigen Fachkräftebedarf in diesen hoch innovativen Bereichen auszubilden gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Der Einstieg in dieses Berufsfeld kann durch verschiedene Ausbildungszweige erreicht werden. Die Anforderungen die an den Auszubildenden gestellt werden unterscheiden sich auf Grund der zu erreichenden Qualifikation.
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Den Ausbildungsberuf des Mechatronikers/-in und den des Mikrotechnologen/-in gibt es seit 1998 mit den unterschiedlichen Schwerpunkten. So spezialisieren sich die Mechatroniker in der Fertigungstechnik, für Elektronik, in der Automatisierungstechnik oder auch in der Medizingerätetechnik.
Mikrotechnologen spezialisieren sich für die Fertigung von Komponenten in der Halbleitertechnik oder der Mikrosystemtechnik. Sie planen und organisieren die Herstellung von Mikrochips, richten die Fertigungsanlagen ein, überwachen sie und kontrollieren die Qualität der fertigen Produkte.
Ein umfassendes naturwissenschaftliches und technisches Verständnis bildet dabei die Vorrausetzung. Um die Ausbildung zum Mikrotechnologen ergreifen zu können muss ein Realschulabschluss vorliegen.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und endet mit der Abschlussprüfung der Industrie und Handelskammer. -
Die Hochschulausbildung ist sehr vielfältig gestaltet. Ein Studium der Mechatronik oder der Mikrosystemtechnik an einer Fachhochschule oder Universität ermöglicht Abschlüsse als Bachelor, Master oder Diplom mit den unterschiedlichsten Spezialisierungen oder Schwerpunkten.
Bei der Auswahl der Hochschule sollte beachtet werden, ob der Studiengang beispielsweise seinen Schwerpunkt im Bereich des Maschinenbaues oder der Elektrotechnik legt, ob nur einzelne Vertiefungsvorlesungen im Rahmen eines generellen Studiums, beispielsweise der Elektrotechnik oder des Maschinenbaus, oder ein kompletter Studiengang der Mikrosystemtechnik oder Mechatronik angeboten wird.
Die Regelstudienzeit an der Universität zur Erlangung des Diploms beträgt zehn Semester, an der Fachhochschule acht, für Bachelorstudiengänge sechs oder sieben Semester und drei oder vier Semester zusätzlich für den Masterabschluss.
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