SENSOR Innovationspreis
SENSOR Innovationspreis 2006
Unter den 36 Einsendungen zum SENSOR Innovationspreis 2006 hoben sich sechs Arbeiten so deutlich von den anderen ab, dass die Jury eine Nominierung aussprach. Dabei kamen vier der nominierten Arbeiten aus Deutschland und zwei aus dem Ausland, was den Anspruch des AMA Fachverbandes auf Internationalität seines SENSOR Innovationspreises unterstreicht.
Die Preise wurden im Rahmen der Eröffnungsfeier der SENSOR+TEST am 30. Mai 2006 in Nürnberg übergeben. Die Jury unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas Schütze (Uni Saarbrücken) hatte sich für eine Dreiteilung des Preises in einen ersten und zwei zweite Plätze entschieden, entsprechend wurde auch das Preisgeld aufgeteilt.
Die Preisträger:
- 1. Preis (5.000,- €): Team 1: Philips Electronics N.V., NL – Eindhoven +
Finisar Corporation, UK – Shrewsbury: "Optical tracking and navigation sensor using interference and Doppler shift to produce laser self-mixing to detect 3D movement"
Sprecher des Entwicklerteams: Dr. Marcel Schemmann, Philips Electronics N.V.
Mit dem neuen optischen Sensor wird es möglich, Bewegungen in drei Dimensionen mit bisher unerreichter Präzision in Consumerprodukten zu erfassen. In einem preiswerten und kompakten System in Package (SiP) sind die komplette Optik, ein neuartiger oberflächen-emittierender Laser mit vertikal integrierter Photodiode sowie ein ASIC zur Signalerfassung und Verarbeitung auf nur 6,8 mm² integriert. Das System erlaubt Auflösungen im sub-µm Bereich ebenso wie die Erfassung hoher Geschwindigkeiten und verfügt zusätzlich über ein ausgeklügeltes Energiemanagement. Es ist damit prädestiniert für den Einsatz in kompakten Geräten wie Computermäusen, Handys etc. - 2. Preis (2.500,- €): Team 2: BARTEC GmbH (Gotteszell) & IPHT Institut für Physikalische Hochtechnologie e.V. (Jena): "Optischer Taupunktsensor"
Sprecher des Entwicklerteams: Alfred Böhm, BARTEC GmbH
Optische Taupunktsensoren sind bereits seit längerem bekannt und erlauben stabile und genaue Feuchtemessungen. Allerdings waren diese Sensoren bisher vergleichsweise teuer und zudem sehr verschmutzungsempfindlich, so dass ein Dauereinsatz in vielen Fällen nicht möglich war. Der neue Taupunktsensor nutzt nun an Stelle der üblicherweise verwendeten externen Reflektion die innere Totalreflektion in einem Glassubstrat, das gleichzeitig als Träger für alle Komponenten dient und das Messgas vollständig von der Optik trennt. Die patentierte Neuentwicklung erlaubt damit ein kompaktes, massenproduktionstaugliches Sensorsystem, das eine Vielzahl neuer Märkte eröffnet. - 2. Preis (2.500,- €): Team 3: Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH (Oberkochen): "Scannender Festkörpergelenktaster auf der Basis eines Siliziumchips"
Sprecher des Entwicklerteams: Karl Seitz
Die Genauigkeitsanforderungen in der Qualitätssicherung steigen durch die zunehmende Miniaturisierung maßgeblicher Komponenten ständig. Zur exakten Vermessung von Mikrobauteilen wurde ein neuartiger Taster auf der Basis eines Siliziumchips entwickelt, auf den Tastschäfte aus Hartmetall mit 4 mm Länge, aber nur 50 µm Durchmesser, mit aufgesetzten Rubinkugeln eingesetzt werden. Bereits bei kleinsten Antastkräften wird damit die hochgenaue, drei-dimensionale Erfassung des angetasteten Objekts ermöglicht. Die Signale werden per Federkontakt abgegriffen, so dass ein leichter Austausch bei Bruch oder Tasterwechsel möglich ist und dies zu einem insgesamt noch günstigen Preis.
Weitere nominierte Arbeiten 2006:
- Ident Technology AG (Germering): "Multifunktions-Polymer-Folien-Sensor mit 3 Logikgattern"
- Sartorius AG (Göttingen): "TwinCell – der vertikale Kraftsensor für Pharma-Dosierprozesse"
- Xerox Corporation (USA): "LED based embedded spectrophotometer"

