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AMA Newsletter

Sensorik aktuell 03/2010

Ausgabe 3, September 2010

Inhalt:

SUMMIT: Studenten präsentieren Sensorik
SENSOR Innovationspreis für Innen-Ohr-Sensor
Call for Papers für SENSOR+TEST Conference 2011
KMU-innovativ: 10 Millionen Euro für Spitzenforschung im Mikrosystemtechnik-Mittelstand
IO-LINK: Die letzte Meile der Kommunikationsebene
Lebende Zellen im Sensor
Mit Marktforschung Unternehmen zielgerichtet steuern
Technologie-Transferpreis für den Mittelstand
AMA Dienstleisterverzeichnis Auftragsfertigung
AMA Quartalsumfrage Q2/2010

AMA Termine
Workshop zur Sensorik in Coburg
25.09.2010: Tag der Energie
AMA Mitgliedsbutton
Neue AMA Mitglieder

SUMMIT: Studenten präsentieren Sensorik
Die Sensorik und Messtechnik ist von vielen innovativen Neuentwicklungen geprägt, die häufig von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) realisiert werden. Die wissenschaftliche und technische Leistung, die hinter diesen Entwicklungen steckt ist herausragend; Die Vermarktung von Innovationen lässt aber oft zu wünschen übrig.

Denn die Ressourcen und das Know-how im Bereich des Marketings sind gerade bei KMU nur bedingt vorhanden. Dies hat der AMA Fachverband für Sensorik e.V. zum Anlass genommen, den Wettbewerb SUMMIT ins Leben zu rufen, in dem Marketingkonzepte für ein innovatives Produkt entwickelt und auf der SENSOR+TEST 2011 vorgestellt werden. Das besondere dabei: Studentinnen und Studenten sollen gemeinsam mit Partner-Unternehmen entsprechende Ideen für das Marketing eines innovativen Produkts entwickeln.

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Gedruckte Informationen, elektronische Medien oder auch Demonstratoren können eingesetzt werden. Eine Jury, die aus Vertretern von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Medien besteht, wird die präsentierten Konzepte bewerten. Der Wettbewerb ist mit 6.000 Euro dotiert.

Wir wünschen allen teilnehmenden Teams viel Erfolg!

Weitere Informationen finden Sie hier.

SENSOR Innovationspreis für Innen-Ohr-Sensor
Auf der diesjährigen SENSOR+TEST hat der AMA Fachverband für Sensorik e.V. wiederum den mit 10.000 Euro dotierten SENSOR Innovationspreises vergeben. Eine Gemeinschaftsentwicklung des CiS Forschungsinstituts für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH, Erfurt, Audia Akustik GmbH, Sömmerda und dem Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik der RWTH Aachen hat den begehrten Preis gewonnen. Nach Ansicht der Jury haben die Sieger eine besonders gelungene Teamlösung präsentiert, in der nicht nur die optische Sensorik und die Integration als Im-Ohr-System überzeugen, sondern auch die aus den primären Messsignalen gewonnenen Sekundärinformationen: so wird die Pulsfrequenz aus niederfrequenten Signalschwankungen bestimmt und damit ein zusätzlicher Sensor ersetzt.

Herzkreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Zu einer wirksamen Prävention gehört die Bestimmung wichtiger Vitalparameter, wie Herzrate, Herzratenvariabilität, Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes usw. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass die Parameter möglichst kontinuierlich und nicht nur während des Arzt¬besuchs gemessen werden. Ein für ein solches Langzeitmonitoring geeignetes System hat das CiS Forschungsinstitut entwickelt. Das so genannte InMonit (Innenohr-24/7-Monitoringsystem), das der Patient wie ein Hörgerät im äußeren Gehörgang tragen kann, wurde gemeinsam mit Forschern der RWTH Aachen und der Audia Akustik GmbH entwickelt.
Herzstück des Systems ist ein neuartiger opto-elektroni¬scher Sensor, der auf der MORES-Technologieplattform des CiS Forschungs¬instituts basiert. Der sehr kleine Sensor (5,4 mm x 3,2 mm x 0,7 mm) lässt sich problemlos in eine Otoplastik, wie sie bei Hörgeräten zum Einsatz kommt, integrieren. Der Sensor besteht aus einem Si-Chip, auf dem eine Fotodiode integriert und je eine rote und infrarote LED montiert sind. Das Gewebe in der Nähe des Sensors wird von dem Licht durchstrahlt. Die Fotodiode misst die Intensität des zurück gestreuten Lichts. Die Elektronik des InMonit-Systems steuert den Sensor an, analysiert die Signale und ermittelt daraus Vitalparameter, wie die Herzrate, die Herz-raten¬variabilität, die Atemfrequenz, das Blutfüllungsvolumen und die Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes. Die gemessenen Vital-parameter werden aufgezeichnet und online analysiert.
Damit ist es beispielsweise möglich, Risikosituationen rechtzeitig zu erkennen und geeigneten Maßnahmen einzuleiten. Der Patient muss keinerlei Beeinträchtigungen der Bewegungsfreiheit oder des Hörvermögens hinnehmen, wenn er das System trägt. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven speziell im Bereich der Altersmedizin.


Weitere Informationen sind auf der Website des CiS Forschungsinstituts für Mikrosensorik (www.cismst.de/inmonit) erhältlich.



Das InMonit-System wird in eine Otoplastik integriert und lässt sich dadurch bequem wie ein Hörgerät tragen.

Call for Papers für SENSOR+TEST Conference 2011

Im kommenden Jahr findet die SENSOR+TEST Conference vom 7. bis zum 9. Juni parallel zur Fachmesse SENSOR+TEST in Nürnberg statt. Bereits zum zweiten Mal werden dabei die Kongresse SENSOR, OPTO und IRS2 unter einem gemeinsamen Dach veranstaltet. Die Kongressleitung lädt interessierte Fachleute jetzt dazu ein, Ihre Beiträge, die in Form von Vorträgen oder Postern präsentiert werden können, einzureichen.

Mit dem 15. SENSOR-Kongress, dem 10. OPTO-Kongress und der 12. Ausgabe des Kongresses IRS2 möchten die Veranstalter im kommenden Jahr wieder ein umfangreiches und interessantes Programm zusammenstellen. Für alle drei Veranstaltungen sind nun die „Call for Papers" erschienen. Die Einreichungsfrist für Beiträge läuft bis zum 25. September 2010. Bis zum 15. Dezember werden die Beiträge ausgewählt und die Autoren informiert. Die Manusskripte für die Proceeding müssen dann bis zum 11. Januar 2011 eingereicht werden.

Der SENSOR-Kongress wird gemeinsam von Herrn Prof. Dr. Wertschützky (TU Darmstadt) und Herrn Prof. Dr. Lerch (Universität Erlangen-Nürnberg) geleitet. Neben den Themenschwerpunkten Sensor-Prinzipien, Sensor-Technologien und Anwendungen wird ein spezielles Forum „Microsystems Technology" die Entwicklungen in der Mikrosystemtechnik beleuchten. Neben einer Vortrags-Session auf dem Kongress ist dazu auch ein Stand auf der Messe vorgesehen. Neu wird in diesem Jahr eine Poster-Session sein, bei der zu jedem Poster gleichzeitig ein Demonstrationsobjekt vorgestellt werden kann.

Beim OPTO-Kongress unter Leitung von Prof. Dr. E. Wagner( Fraunhofer Institut IPM) wird sich alles um optische Messtechnik und -methoden drehen, die in der Messtechnik einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Schwerpunkte werden hierbei in den Bereichen optische Quellen und Sensoren, optoelektronische Messmethoden sowie Anwendungen liegen.

Der IRS2-Kongress, der von Prof. Dr. Gerlach (TU Dresden) geleitet wird, beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Infrarotmesstechnik. Diese Technologie, die lange Zeit ein Nischendasein in den Bereichen Militär sowie Luft- und Raumfahrt geführt hat, wird immer häufiger in den unterschiedlichsten industriellen Anwendungen von der kontaktlosen Temperaturmessung bis hin zur Gasanalyse eingesetzt. Beim IRS2-Kongress, der sich zum Ziel gesetzt hat, Entwickler, Hersteller und Anwender von Infrarotmesstechnik zusammen¬zubringen, sind die Sessions in die Bereiche Sensoren, Systeme und Anwendungen gegliedert.

Die Organisatoren aller drei Kongresse rufen interessierte Fachleute dazu auf, Ihre Konferenzbeträge bis zum 25. September einzureichen. Weitere Informationen und die entsprechenden Formulare sind auf der Website der SENSOR+TEST erhältlich; das Anmeldeformular finden Sie hier.

KMU-innovativ: 10 Millionen Euro für Spitzenforschung im Mikrosystemtechnik-Mittelstand
Beim letzten Stichtag im April waren sie erstmals mit dabei - Projektskizzen aus der Mikrosystemtechnik. Und das äußerst erfolgreich. So hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Innovationsfeld „Informations- und Kommunikationstechnologien" immerhin 12 mittelständische Forschungsprojekte zur weiteren Förderung ausgewählt - mit einem erkennbaren thematischen Schwerpunkt: der Mess-, Prüf- und Automatisierungstechnik. Noch in diesem Jahr wird das Ministerium rund 10 Millionen Euro für die Realisierung der Projektideen bereitstellen.

Ein bisschen Manöverkritik muss aber auch sein: Zwei Wochen länger als vom BMBF zunächst in Aussicht gestellt mussten die Antragsteller nun doch auf das Erstgutachten warten. „Aber bei der nächsten Runde im Oktober werden wir das Ganze dann in acht Wochen schaffen", verspricht Carmen Gehring, Referentin im BMBF. Fest steht aber jetzt schon: KMU-innovativ erhöht die Planungssicherheit in Sachen Forschungsförderung deutlich - ein wichtiger Aspekt gerade für Hightech-Startups mit knappen finanziellen und personellen Ressourcen. Denn bei KMU-innovativ muss niemand lange warten: Ein positives Erstgutachten und einen formal vollständigen Förderantrag vorausgesetzt, werden innerhalb weniger Wochen die Bewilligungsbescheide verschickt.

Das BMBF hat die Antragsstellung für das Förderprogramm KMU-innovativ wesentlich vereinfacht. In nur wenigen Schritten kommen Sie der Verwirklichung ihrer Idee ein großes Stück näher:

1. Sie kontaktieren den „Lotsendienst für Unternehmer" unter: 0800 26 23 009. Dort klären Sie alle Möglichkeiten der Förderung durch das BMBF.
2. Sie reichen zu einem der Stichtage eine Skizze ihres Projekts ein. Dazu nutzen Sie das neue Online-Tool „pt(outline*" - ganz bequem von Ihrem Büroschreibtisch aus.
3. Wenn Ihre Skizze positiv bewertet wurde, stellen Sie einen ausführlichen Förderantrag.
4. Nach der abschließenden Bewilligung geht es schnurstracks an die Umsetzung ihrer Idee - finanziell gefördert vom BMBF.

Wenn Sie also Spitzenforschung in einem kleinen oder mittleren Mikrosystemtechnik-Unternehmen planen, dann nutzen Sie am besten KMU-innovativ, den einfachen und schnellen Zugang zur BMBF-Forschungsförderung - exklusiv für Mittelständler.

Und nicht vergessen: Der nächste Stichtag ist der 15. Oktober 2010. Mehr Informationen und das Online-Tool „pt(outline*" finden Sie auf der BMBF-Homepage unter: http://www.bmbf.de/de/10785.php

IO-LINK: Die letzte Meile der Kommunikationsebene
Moderne Anwendungen in der Industrie verwenden heute in der Regel standardisierte Protokolle zur Kommunikation. Auf diese Weise lassen sich Daten von der Automatisierungsebene der Anwendung bis zur Unternehmensleitebene transparent übermitteln. Um Sensoren ebenfalls über ein standardisiertes Protokoll anzuschließen, eignet sich IO-Link.

Industrial Ethernet oder Feldbussysteme sind heute der Standard in der Industrie. Einzelne Sensoren oder Aktoren über ein solches Protokoll anzubinden ist aber in vielen Fällen zu kompliziert bzw. zu teuer. IO-Link bietet hier eine einfache und trotzdem intelligente Ankopplung von Sensoren und Aktoren beispielsweise an eine Steuerung. Viele Hersteller bieten in der Zwischenzeit IO-Link-fähige Sensoren und Aktoren an. Das Spektrum reicht von einfachen Temperatursensoren, über Druck-, RFID-Sensoren bis hin zu Schaltgeräten.

Die Vorteile für den Anwender sind vielfältig. Bei der Installation reduzieren sich die Kosten bei der Verdrahtung aufgrund der seriellen Übertragung. Sensoren, die mehr als ein Bit Daten übertragen werden dadurch deutlich kostengünstiger vernetzt. Da die Parameter von Sensoren und Aktoren im System gespeichert werden können, kann, nachdem beispielsweise ein Sensor ausgetauscht werden musste, die Gesamtanlage schneller wieder in Betrieb gehen. Dies trägt ebenso zu geringeren Maschinenstillstandszeiten bei wie die genaue Diagnose, die durch IO-Link ebenfalls ermöglicht wird.

Weitere Informationen - insbesondere zu verfügbaren Produkten, Dienstleistungen und ASIC - finden sich auf der Website www.io-link.com.
Autor: Christian Gemke

Lebende Zellen im Sensor
Forscher der Universität Tokyo ist es gelungen, ein Biohybrid-System als Sensor für Duftstoffe zu entwickeln.
Das Team um Shoji Takeuchi vom Institute of Industrial Science (www.cirmm.iis.u-tokyo.ac.jp) hat dazu Eizellen einer afrikanischen Froschart genetisch so verändert, dass sie Geruchssensoren von Insekten nachbilden.
Diese sind in der Lage spezifische chemische Stoffe zu erkennen und lösen dabei ein sehr geringes elektrisches Signal aus. Die einzelnen Zellen werden in speziellen mit Flüssigkeit gefüllten Kartuschen platziert, so dass das elektrische Signal mit zwei Elektroden abgegriffen werden kann.
In Tests konnte der so aufgebaute Sensor zwischen chemisch fast identischen Isomeren unterscheiden. Mögliche Anwendungen sehen die Forscher in tragbaren Geräten zur Geruchserkennung beispielsweise in der Umwelt oder der Lebensmittelindustrie.

Kontakt: takeuchi@iis.u-tokyo.ac.jp

Mit Marktforschung Unternehmen zielgerichtet steuern
Gerade im Mittelstand wird Marktforschung oft als eine Methode gesehen, bei der stets Tausende von Personen befragt werden und die dadurch große Budgets verschlingt. So richtig lohnt sich das mithin, wenn überhaupt, nur für Großunternehmen - so die einschlägige Sichtweise. Aber neue Methoden eröffnen auch Mittelständlern neue Möglichkeiten.

Mittelständische Unternehmen sehen für sich häufig allenfalls Wettbewerbsbeobachtungen auf Messen oder im Internet als geeignete Marktforschungs-Instrumente an. Darüber hinaus nutzen sie die im Rahmen von Herstellerbefragungen gesammelten und als Berichtsband verkauften Marktanteilszahlen. Entsprechend wird dieser Bereich zumeist dem (Produkt-) Marketing zugeschlagen.

In den letzten Jahren hat sich die Marktforschung und die dabei eingesetzten Verfahren jedoch drastisch gewandelt. Aus der reinen Umfrageforschung, die seitenweise Zahlenkolonnen produziert, ist mehr und mehr eine Disziplin geworden, die mit Hilfe anspruchsvoller mathematischer Verfahren eine tiefere Einsicht in Umfragedaten liefert. Ferner sind an die Stelle großer Fallzahlen und ebensolcher Budgets Untersuchungsdesigns gerückt, die durch eine intelligente Kombination verschiedener Erhebungsarten, sowie Nutzung sekundärstatistischen bzw. internen Datenmaterials qualifizierte Antworten zu unternehmerischen Fragestellungen geben können.

Diese neuen Verfahren der Marktforschung eignen sich nicht allein dazu, das Unternehmen im Wettbewerbsvergleich zu betrachten, sondern auch zum zielgerichteten Anstoß von Optimierungsprozessen. So lassen sich etwa Preissensibilitäten untersuchen, die wichtigsten Produkteigenschaften identifizieren oder Kunden segmentieren und bewerten. Diese Fragestellungen sind nicht nur für den Konsumgüter- sondern gleichermaßen für den Investitionsgüterbereich interessant.

Denn ebenso, wie sich das Controlling zur zentralen Abteilung für die Unternehmenssteuerung gewandelt hat, so hat sich die Marktforschung von der angewandten Statistik zum probaten Instrument für unternehmerische Entscheidungen entwickelt. Gemeinsamkeiten zwischen beiden Professionen gibt es zuhauf: Hier wie da werden unterschiedliche Sichten auf Daten als Analysebasis genutzt und beide interessieren sich intensiv für die Ursachen von Erfolg und Misserfolg. Ferner spielen Vorhersagen eine wichtige Rolle. Zudem dienen die im Rahmen von Marktforschungsstudien erhobenen Größen Markenbekanntheit und Markenimage dem Controlling als Basis zur Kalkulation der entsprechenden immateriellen Vermögensgegenstände. Das alles erleichtert zum einen die Kommunikation zwischen beiden Zweigen. Zum anderen ermöglicht es der Marktforschung, dem Controlling durch Einsatz entsprechender Methodiken zusätzliche Impulse zu liefern bzw. Zusammenhänge transparenter zu machen.

Welche Ansatzpunkte bietet Marktforschung in mittelständischen Unternehmen nun ganz konkret? Das Spektrum ist so vielfältig, wie die unternehmerischen Fragestellungen selbst, sodass hier nur beispielhaft einige Themen herausgegriffen werden können:

Kundenwert und -Typologie

Neben der rein umsatzorientierten ABC-Analyse gibt es weitere Merkmale, anhand derer sich der Wert eines Kunden sowie seine Bindung ans Unternehmen zahlenmäßig fassen lässt: Cross-Selling-Tendenz, Kauffrequenz, durchschnittliches Ordervolumen, Deckungsbeitrag oder Dauer der Kundenbeziehung sind dabei nur einige Merkmale von vielen. Aus der Vielzahl der Informationen lassen sich mit Hilfe des internen Know-hows bald die wertstiftenden Merkmale identifizieren und ihre Ausprägungen quantifizieren. Neben dem individuellen Profil jedes einzelnen Kunden erhält man zudem ein Gesamtbild über die Qualität der eigenen Kundenbasis und die Zu- und Abgänge im Zeitverlauf. Instrumente der Marktforschung können hier ferner dazu beitragen, in dem Datenwirrwarr den Überblick zu behalten. Eine Kundentypologie klassifiziert die Kundenbasis in eine übersichtliche Zahl von Segmenten und macht die so generierten Zielgruppen zudem für abgestimmte Marketing- oder Vertriebsaktionen besser fassbar.

Kundenstrukturanalyse und Bestimmung neuer Zielkunden

Durch Auswertung der Kundenstruktur nach Branche, Mitarbeiterzahl und Gesamtumsatz werden die Ergebnisse der bisherigen Akquisebemühungen deutlich. Mithilfe der Marktforschung können diese internen Daten dann mit ggf. bereits vorhandenen Marktzahlen abgeglichen und weitere Informationen aus Adressverzeichnissen hinzugefügt werden. Hiermit lassen sich nicht nur zusätzliche Zielsegmente, sondern auch die konkreten Namen lukrativer Zielkunden bestimmen. Neues Potential also, das man bisher noch gar nicht im Fokus hatte.

Marktkonformes Pricing

Kaum ein Unternehmen legt heute noch seine Preise zum Markt nach der Cost-plus-Methode fest. Oftmals greift man allerdings auf eine ebenfalls eher zweifelhafte Heuristik zurück, die im Angleichen an den Preis des Wettbewerbs besteht. Wie aber geht man bei ganz neuen Produkten mit völlig neuen Eigenschaften vor? Was, wenn die einzelnen Eigenschaften bei vorhandenen Produkten nicht direkt vergleichbar sind? Wie sind die einzelnen Eigenschaftsausprägungen zu bewerten? Und wie groß muss der Abstand zur Wettbewerbsmarke konkret sein? Marktforschung kann hier - auch bei einem unübersichtlichen Produktportfolio - Hilfestellung leisten, um Preisfindung, Absatzvolumen und Marge insgesamt zu optimieren.

Fazit

Die methodische Vielfalt im Bereich Marktforschung ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen und lässt sich nunmehr auch konkret auf Unternehmensthemen abstimmen. In dieser neuen Form empfiehlt sich die Marktforschung als qualifizierter Gesprächspartner von Unternehmensleitung und Controlling, der zusätzliche Einsichten in Zusammenhänge liefert und Optimierungsbemühungen unterstützt. Zahlreiche dieser strategischen Fragestellungen lassen sich durch die Nutzung vorhandener interner Daten zudem äußerst budgetschonend beantworten.

Autor: Christian Manzei ist Geschäftsführer der Think Company.
christian.manzei@think-company.de

Technologie-Transferpreis für den Mittelstand
Um besonders gelungene und nachhaltige Transferprojekte zwischen Hochschulen und Forschungsinstituten mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu fördern, lobt die Technische Universität Chemnitz, unterstützt von der Deutschen Postbank AG, bereits in der dritten Auflage den bundesweiten Wettbewerb wissen.schafft.arbeit für den Mittelstand aus. Der erste Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Ziel des Wettbewerb ist es "neue innovative Kooperationsformen zu fördern und somit einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen zu leisten", sagt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und neue, qualifizierte Arbeitsplätze sind immer stärker von marktwirksamen Innovationen abhängig. Zielgerichtete Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie sind dabei ein wichtiger Antrieb für wirtschaftliche Entwicklung. In Deutschland und vielen EU-Ländern gibt es noch deutliche Potenziale für den Transfer von Forschungswissen aus Hochschulen in KMU.

Aufgerufen zur Beteiligung sind Forscher und Unternehmer denen in Kooperation ein nachvollziehbarer, innovativer und effektiver Wissenstransfer in die Wirtschaft gelungen ist. Ein Kooperationsteam soll dabei aus mindestens einem wissenschaftlichen Akteur mit Sitz in Deutschland und mindestens einem mittelständisch geprägten Unternehmen bestehen. Die Jury ist mit Experten aus verschiedenen Branchen besetzt. Als besonders gelungene Kooperationen im Sinne des Wettbewerbs werden Projekte bewertet, die einen effektiven Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft leisten, für die KMU sichtbar wirtschaftlich erfolgreich sind und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb endet am 15. September. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 3. Technologie-Transfer-Symposiums am 18. November in Chemnitz statt.

Weitere Informationen sowie die Wettbewerbsunterlagen zum Download finden sich unter www.wissenschafftarbeit.de, sowie im dazu gehörigen Flyer.

AMA Dienstleisterverzeichnis Auftragsfertigung
Die Neuauflage des AMA Dienstleisterverzeichnis Auftragsfertigung für Sensorik und Messtechnik steht kurz bevor. Falls Sie sich noch nicht angemeldet haben - es sind noch Kapazitäten frei.
Vom Publikum sehr gut angenommen, bietet Ihnen dieses Verzeichnis die Möglichkeit, preisgünstig und einfach Ihre Dienstleistungen auf verschiedenen AMA-Veranstaltungen zu präsentieren, wo das Heft ausliegt, z.B. auf Messen, Seminaren und Workshops.

Jeder Teilnehmer hat die Gelegenheit, sich auf zwei Seiten zu präsentieren, die sich in der Print-Version als Doppelseite gegenüberliegen. Unter Umständen ist auch eine Verdopplung gegen einen entsprechenden Aufpreis für Anbieter möglich, die über ein entsprechend großes Produktportfolio verfügen. Bitte kontaktieren Sie uns deshalb vor Abgabe Ihres ausgefüllten Formulars.

Die jetzige Ausgabe finden Sie auch zum freien Download auf der AMA Website:
http://www.ama-sensorik.de/media/2005_dienstleister_auftragsfertigung.pdf.

Der Druck des AMA Dienstleisterverzeichnisses Auftragsfertigung erfolgt im DIN-A4 Format, in schwarz/weiß. Bitte beachten Sie dies, falls Sie Fotos abdrucken möchten.

Jeder Fertigungsdienstleister kann sich beteiligen. Gegen einen Unkostenbeitrag von € 90,00, zzgl. MwSt. (AMA Mitglieder € 60,00) bieten wir Ihnen einen doppelseitigen Eintrag in der kommenden Ausgabe an.

Falls Sie sich noch nicht beteiligt haben - wir  haben den Einsendeschluss verlängert: Einsendeschluss ist Mittwoch, der 22. September 2010. Vorgesehener Erscheinungstermin ist November 2010.

Bitte verwenden Sie zur Anmeldung unser digitales Formular, welches Sie unter folgendem Link finden:
http://ftp.ama-sensorik.de/Auftragsfertigung/2010_Fragebogen_Auftragsfertigung.doc

und senden es zurück an info@ama-sensorik.de.


AMA Quartalsumfrage Q2/2010
Wegen der Sommerpause haben wir die Auswertung zeitlich nach hinten verschoben, um möglichst viele Teilnehmer zu gewinnen. Wir rufen Sie deshalb auf, sich wieder zahlreich an der Quartalsumfrage für das 2. Quartal 2010 zu beteiligen. Den Fragebogen erhalten AMA-Mitglieder in einer gesonderten Mail.
Zum Vergleich finden Sie hier die Pressemitteilung mit den Ergebnissen der vergangenen Auswertung für Quartal 1/2010.

AMA Termine
Der AMA Fachverband unterstützt seine Mitglieder durch professionelle Gemeinschaftsstände auf den nächsten Messen:
electronica: 9. - 12.11.2010, München
SPS/IPC/DRIVES: 23. - 25.11.2010, Nürnberg

AMA Wissenschaftsrat
Wir laden Sie herzlich ein zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung des AMA Wissenschaftsrats am 28.09.2010 mit dem Themenschwerpunkt: "Erneuerbare Energien - Biogas und Brennstoffzelle"
Weitere Informationen und Anmeldungsformular finden Sie hier. 

AMA Messeworkshop:
"Messeprojekte gezielt zum Erfolg führen", am Dienstag, 19.10. 2010 in Frankfurt/Main. Der Workshop steht unter dem Motto „Messe Vor- und Nachbereitung" und beinhaltet ganz konkrete Handlungsanweisungen, die man wie ein Kochrezept nach einem Zeitplan bearbeiten kann. Weitere Informationen und Anmeldeformular finden Sie hier.


Workshop zur Sensorik in Coburg
Das Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) in Coburg veranstaltet vom 15. bis zum 17. September zum zweiten Mal den International Workshop "Novel Developments and Applications in Sensor Technology".

Der große Erfolg und die positive Stimmung des Workshops "Novel Developments and Applications in Sensor Technology", der im vergangenen Jahr zum ersten Mal stattgefunden hat, hat das Institut für Sensor- und Aktortechnik dazu bewogen diese einzigartige Veranstaltung zu institutionalisieren. Für den bevorstehenden Sensor-Workshop, der in der Zeit vom 15. - 17. September 2010 wieder in den Räumlichkeiten des Hofbrauhauses stattfinden wird, sind Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eingeladen, moderne Entwicklungen, Zukunftstrends und neue Anwendungen in diesem spannenden Technologiebereich zu diskutieren. Eine Kombination aus praxisorientierten Vorträgen von Unternehmern gekoppelt mit Fachvorträgen international führender Wissenschaftler, sowie Beiträgen aus dem Kreis der Teilnehmer, bieten eine einzigarte Möglichkeit einen Einblick in die neusten Entwicklungen der Sensortechnologie zu erhalten und bietet zudem eine günstige Gelegenheit, industrielle Entwicklungen durch fundierte wissenschaftliche Ergebnisse weiter zu verfeinern.
Das Programm dieser Veranstaltung sieht darüber hinaus genügend Zeit für Gespräche und Wissensaustausch während den Pausen und den Abendveranstaltungen vor der historischen Kulisse Coburgs vor.
Interessierte Studenten, Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter sind herzlich im September 2010 zum 2. Sensor-Workshop eingeladen.

Weitere Informationen finden Sie im offiziellen Announcement (englisch) und unter www.isat-coburg.com.


Kontakt:
Institut für Sensor und Aktuator Technologie
Dr. rer.nat. Denise Friedrich
Am Hofbräuhaus 1
96450 Coburg
E-mail: sensor-workshop@isat-coburg.com

25. September 2010: Machen Sie mit beim Tag der Energie!
Bundesweit machen Unternehmen, Stadtwerke, Verbände und Forschungseinrichtungen den 25.09.2010 zum Tag der Energie. Sie öffnen ihre Werkshallen und Forschungsabteilungen, präsentieren spannende Projekte und berufliche Perspektiven in der Energiebranche. Die Träger des Wissenschaftsjahres Energie, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wissenschaft im Dialog und die Helmholtz-Gemeinschaft rufen gemeinsam dazu auf, sich mit einer Aktion zu beteiligen:
Veranstalten Sie beispielsweise einen Berufsinformationstag, eine Energie-Rallye oder einen Tag der offenen Tür.
Treten Sie mit der Öffentlichkeit in einen Dialog über die Zukunft der Energie und nutzen Sie den Tag der Energie für Ihre Kommunikation. Das Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr unterstützt Ihre Pressearbeit: Die Veranstaltungen werden auf www.zukunft-der-energie.de angekündigt, zudem werden regionale und überregionale Medien über Veranstaltungen in den einzelnen Regionen informiert.

Mehr Informationen unter
http://www.zukunft-der-energie.de/veranstaltungen/tagderenergie.html

AMA Mitgliedsbutton
Auf Anfrage einiger Mitglieder haben wir einen digitalen Button entwickelt, den Sie als Zeichen Ihrer Mitgliedschaft im AMA Fachverband auf Ihrer Website anbringen und mit der AMA Website verlinken können. Der Button "Mitglied im AMA Fachverband" ist in der AMA Geschäfsstelle erhältlich. Um Mißbrauch vorzubeugen, bitten wir Sie, ihn bei der Geschäftsstelle formlos anzufordern.

Neue AMA Mitglieder
Wir begrüßen alle seit dem vergangenen Newsletter neu hinzu gekommenen Mitglieder:
A.S.T. GmbH mehr ...
Plöckl GmbH mehr ...
ESI Technology mehr ...
LASE GmbH mehr ...
Strain Measurement Devices Ltd mehr ...
Code Mercenaries GmbH mehr ...
Brüel & Kjaer Vibro GmbH mehr ...
Ott-Jakob GmbH mehr ...


English© AMA Fachverband für Sensorik e.V. (Stand: 02.02.2012)