AMA Innovationspreis 2017 geht an den hochfrequenz-basierten Partikelfiltersensor

Vertreter des Gewinnerteams bei der Preisverleihung

Sensor zur Zustandsmessung von Emissionskontroll-Systemen gewinnt

 

Nürnberg, 6. Juni 2017 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) kürte am 30. Mai den Gewinner des AMA Innovationspreises 2017 auf der SENSOR+TEST in Nürnberg.

 

In diesem Jahr überzeugte ein Entwicklerteam aus den USA und gewinnt mit einem hochfrequenz-basierten Diesel- und Benzin-Partikelfiltersensor den AMA Innovationspreis 2017. Das Entwicklerteam, bestehend aus Alexander Sappok und Paul Ragaller von der CTS Corporation, Boston Innovation Office, und Leslie Bromberg vom Massachusetts Institute of Technology wurde mit dem AMA Innovationspreis 2017 ausgezeichnet, der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert ist.



Die ausgezeichnete Entwicklung, der CTS RF Sensor, ist ein Hochfrequenz-basierter Sensor für die direkte Zustandserfassung von Diesel- und Benzin-Partikelfiltern für Emissionskontroll-Systeme. Diese Technologie liefert Echtzeitwerte und ermöglicht Rückkopplungsregelungen, die auf dem tatsächlichen Ladezustand von Partikelfiltern und Katalysatoren gemessen mit einem fahrzeugseitigen Sensor basieren, was mit derzeitig verfügbaren Sensoren bislang nicht möglich war. Der Sensor verbindet eine robuste mechanische Lösung mit einer intelligenten und flexiblen Messtechnik für die Datenauswertung. Motor- und Fahrzeugherstellern ermöglicht der CTS RF Sensor die immer strengeren Emissionsgrenzwerte zu erfüllen und gleichzeitig Gesamtkosten und Komplexität zu senken.

 

„In diesem Jahr bewarben sich 41 Teams mit hochkarätigen Entwicklungen um den AMA Innovationspreis. Uns überzeugte die Entwicklung des Gewinnerteams mit einer Lösung zum hochaktuellen Thema Verringerung der Emissionen und Kontrolle des Abgasreinigungssystems. Nicht zuletzt durch die derzeit weltweit geführten Diskussionen lässt sich eine enorme Marktrelevanz für den CTS RF Sensor erahnen“, begründet der Juryvorsitzende Professor Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes die diesjährige Auswahl.

 

Der Sonderpreis in der Kategorie ‚Junges Unternehmen‘ ging in diesem Jahr an das Team um Jens Karsten Lange von der SLT Sensor- und Lasertechnik GmbH in Wildau und Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Berlin). Gemeinsam entwickelten sie Detektoren zur absoluten Leistungsmessung im Terahertz-Spektralbereich.

 

Der Verband lobt den AMA Innovationspreis seit 17 Jahren aus und veröffentlicht nach der Preisverleihung die Broschüre ‚AMA Innovationspreis 2017 - Die Bewerber‘, mit einem Überblick über alle Einreichungen.

 

Der Aufruf zum AMA Innovationspreis 2018 erfolgt im Oktober 2017. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten aus dem In- und Ausland.

 

Zur Broschüre mit den Einreichungen 2017: AMA Innovationspreis 2017- Die Bewerber

 

AMA Innovationspreis 2017: Fünf Teams nominiert

Teilnehmer und Nominierte 2017
Die Nominierten

Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ für SLT Sensor- und Lasertechnik

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik nominiert in diesem Jahr fünf Bewerbungen für den AMA Innovationspreis 2017. Der Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ geht an das Team um Jens Karsten Lange von der SLT Sensor- und Lasertechnik GmbH in Wildau.

 

Berlin, März 2017 - Der AMA Innovationspreis zählt zu den renommiertesten Preisen in der Sensorik und Messtechnik und wird zum 17. Mal vergeben. In diesem Jahr bewarben sich 41 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland um den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Junge Unternehmen konnten sich zudem um den Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ bewerben, wenn sie nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz unter 10 Millionen Euro erwirtschaften. Das Gewinnerteam des Sonderpreises erhält einen kostenlosen Messeauftritt auf der SENSOR+TEST 2017 in Nürnberg.

 

Dieser Sonderpreis geht in diesem Jahr an das Team um Jens Karsten Lange von der SLT Sensor- und Lasertechnik GmbH in Wildau und Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Berlin). Gemeinsam entwickelte das Team Detektoren zur absoluten Leistungsmessung im Terahertz-Spektralbereich. Die besondere Herausforderung sah das Entwicklerteam darin, dass es bis vor kurzem keine kalibrierten Detektoren gab, die z. B. für die Bewertung der THz-Leistung von Time-Domain-Spektroskopie (TDS) Systemen verschiedener Hersteller eingesetzt werden konnten. Bisher fehlten drei wesentliche Eigenschaften: Breitbandigkeit, Großflächigkeit und hohe Empfindlichkeit. Die entwickelten Sensoren erfüllen diese Forderungen und werden von SLT mit individuellem Kalibrierzertifikat der PTB weltweit vertrieben.

 

„Als Jurymitglieder aus Forschung und Industrie sind wir jedes Jahr wieder positiv überrascht über die qualitativ hervorragenden Bewerbungen, aus denen wir fünf Teams für den AMA Innovationspreis 2017 nominieren. Diese Entwicklungen belegen, wie richtungsweisend Sensorik und Messtechnik den technischen Fortschritt heute beeinflusst und zukünftig beeinflussen wird“, sagt der Juryvorsitzende Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes. „Wir freuen uns, dass wir bereits heute unter den fünf Nominierten einen Gewinner als ‚Junges Unternehmen‘ auszeichnen können. Jens Karsten Lange und seine Teamkollegen von der SLT GmbH und der PTB sind eingeladen, ihre Detektoren zur absoluten Leistungsmessung im Terahertz-Spektralbereich kostenfrei auf der SENSOR+TEST 2017 vom 30. Mai bis 1. Juni 2017 zu präsentieren. Diese Bewerbung bleibt zugleich ein aussichtsreicher Kandidat für den AMA Innovationspreis 2017.“

 

Für den AMA Innovationspreis 2017 sind nominiert (in alphabetischer Reihenfolge):

 

BactiSense: Thermal identification of bacteria and viability testing

Dr. Bart van Grinsven, Prof. Dr. Thomas Cleij (University Maastricht), Dr. Kasper Eersels, Prof. Dr. Patrick Wagner (KU Leuven)/ Broschüre S. 6

 

Detektoren zur absoluten Leistungsmessung im Terahertz-Spektralbereich

Dr. Werner Bohmeyer, Achim Mans, Jens Karsten Lange (SLT, Wildau) und Dr. Andreas Steiger, Dr. Ralf Müller (PTB, Berlin)/ Broschüre S. 6

 

Flammenionisationsdetektor mit interner Gasversorgung als Feldgerät

Dr. Winfred Kuipers, Dr. Jan Förster, Dr. Christian Koch (Krohne Innovation GmbH, Duisburg), Dr. Steffen Ziesche, Christian Lenz (Fraunhofer IKTS, Dresden)/ Broschüre S. 7

 

Magnetisch-induktiver Kraftsensor

Dr. Phillip Coerlin, Dr. Tobias Kitzler, Dr. Tobias Senkbeil, Anatol Schwersenz, Christian Leiser, Sebastian Schwiertz, Steffen Witzemann (Trafag GmbH, Unterensingen) und Lutz May (Torque And More GmbH, Starnberg)/ Broschüre S. 7

 

Radio Frequency Diesel and Gasoline Particulate Filter Sensor

Dr. Alexander Sappok, Dr. Paul Ragaller (CTS Corporation, Malden, USA), Dr. Leslie Bromberg (Massachusetts Institute of Technology)/ Broschüre S. 8

 

Das Gewinnerteam des AMA Innovationspreises 2017 wird am 30. Mai 2017 auf der Eröffnungsveranstaltung der Fachmesse SENSOR+TEST 2017 in Nürnberg bekanntgegeben.

Broschüre mit allen Teilnehmern und den Nominierten AMA Innovationspreis 2017

AMA Innovationspreis 2017

Gesucht wurden Innovationen aus Sensorik und Messtechnik

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) rief zur Bewerbung um den AMA Innovationspreis 2017 auf. Entwickler und Forschungsteams konnten sich mit innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten aus der Sensorik und Messtechnik bewerben. Einsendeschluss war der 24. Januar 2017. 

 

Der AMA Innovationspreis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert, der direkt an den oder die Entwickler geht und nicht an die Institute und Firmen dahinter. Bewerben können sich Einzelpersonen und Entwicklerteams, die eine erkennbare Marktrelevanz ihrer Entwicklung belegen können. Zusätzlich lobt der AMA Verband den Sonderpreis „Junges Unternehmen“ aus, der Gewinner erhält einen kostenlosen Messestand auf der SENSOR+TEST 2017. 

 

Der renommierte AMA Innnovationspreis wird seit 17 Jahren an innovative Entwickler aus der Sensorik und Messtechnik vergeben. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern aus Hochschulen, Instituten und Unternehmen. Besonderes Augenmerk legen die Jurymitglieder bei den Bewerbungen auf neuartige Ansätze, die wissenschaftliche Leistung insgesamt und auf die zu erwartenden Chancen im Markt.

 

„Wir sind jedes Jahr wieder begeistert, welcher Ideenreichtum eingesetzt wird, um die gesellschaftlichen Herausforderungen von morgen durch den Einsatz modernster Technik zu lösen.“, sagt der Juryvorsitzende Professor Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes. „Besonders hervorzuheben sind neben den Bewerbungen etablierter Unternehmen und Institutionen die vielen, interessanten Entwicklungen von jungen Unternehmen, die wir auch in der Sonderkategorie ‚Junge Unternehmen‘ bewerten. Die Gewinner dieser Kategorie laden wir ein, die prämierte Entwicklung kostenfrei auf der verbandseigenen Fachmesse SENSOR+TEST zu präsentieren.“

 

Einsendeschluss war der 24. Januar 2017. Die Nominierungen und die Gewinner des Sonderpreises werden auf der AMA Pressekonferenz am 9. März 2017 bekannt gegeben. Die Gewinner des AMA Innovationspreises 2017 werden auf der Eröffnungsfeier der SENSOR+TEST am 30. Mai 2017 in Nürnberg ausgezeichnet.