Sensorik und Messtechnik: Umsatz und Exportquote gestiegen

 

 

Sensorik und Messtechnik erwirtschaftete im Jahr 2018 ein deutliches Umsatzplus von zehn Prozent und erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein weiteres Wachstum von fünf Prozent. Die Exportquote der AMA Mitglieder stieg insgesamt um vier Prozentpunkte.

 

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar zur wirtschaftlichen Entwicklung 2018. Laut eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von zehn Prozent und prognostiziert ein weiteres Plus von fünf Prozent für 2019. 

 

Damit liegen Sensorik und Messtechnik oberhalb des bundesweiten Trends, den das Statistische Bundesamt für die deutsche Wirtschaft 2018 mit einem leichten Plus bezifferte, der aber nach dem neunten Jahr in Folge etwas an Schwung verloren habe. Anders die Branche Sensorik und Messtechnik, die acht Prozent für 2018 prognostizierte und zehn Prozent Umsatzwachstum zulegte. Positive Wachstumsimpulse kamen nach Verbandsangaben sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Das belegt eine erhöhte Exportquote um insgesamt vier Prozentpunkte auf 55 Prozentpunkte. Dabei zog der Export ins außereuropäische Ausland an. Der nach Mitteleuropa gelieferte Anteil gab um zwei Prozentpunkte nach. 


Wirtschaftlicher Einfluss des Brexit auf die Branche

 

Die positive Exportentwicklung ins außereuropäische Ausland schlägt sich darin nieder, dass zwar knapp ein Drittel der AMA Mitglieder befürchten, dass ein Brexit großen Einfluss auf die eigene wirtschaftliche Entwicklung hätte. Knapp 70 Prozent der Mitglieder sehen einem Brexit jedoch gelassen entgegen und vermuten einen eher geringen Einfluss auf die eigenen Geschäftstätigkeiten. 

„Die AMA-Statistik zeigt, dass die Produkte und Leistungen unserer Mitglieder gefragter denn je sind und mit einer Erwartung von plus fünf Prozent für das laufende Jahr sicherlich auch bleiben“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verbands, zur Branchenentwicklung. „Sensoren sind die Basiselemente des technischen Fortschritts, gefördert wird die positive Entwicklung durch die Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung, die ressortübergreifend Ziele formuliert und große gesellschaftliche Herausforderungen angehen will.“

 

Sprunginnovationen aus Sensorik und Messtechnik 

 

Besonders positiv bewertet der AMA Verband die Gründung einer Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen. Dort sollen bahnbrechende Ideen zum Markterfolg verholfen werden. Als Beispiele nennt das Ministerium für Bildung und Forschung Themen aus der medizinischen Forschung, neue Mobilitätskonzepte oder der Künstlichen Intelligenz. „Diese drei Bespiele lassen erahnen, dass sich nicht wenige der zu fördernden Projekte mit Sensorik und Messtechnik befassen dürften. Ich kann mir vorstellen, dass sogar der eine oder andere AMA Innovationspreisträger als Sprunginnovation gefördert werden könnte“, prognostiziert Simmons den positiven Ausblick für die Branche Sensorik und Messtechnik.