Jury nominiert fünf Entwicklerteams

In diesem Jahr bewarben sich 38 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland um den renommierten AMA Innovationspreis. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von 10.000 Euro, das von der Jury auch geteilt vergeben werden kann.

 

Unter den 38 Einreichungen gab es insgesamt 16 Unternehmen, die sich auf den Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ bewarben. Sie alle sind nicht länger als fünf Jahre am Markt, beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz unter 10 Millionen Euro. In diesem Jahr überzeugte das Team der Micro Resonant aus Linz/Österreich die Jury mit dem fluidFOX, dem cleveren online Fluid Analysator, ein kompaktes System zur Überwachung der Qualität von Schmier- und Hydraulikölen.

 

Das Team erhält einen kostenlosen Messeauftritt auf der SENSOR+TEST 2020 in Nürnberg und gehört weiterhin zu den Nominierten um den AMA Innovationspreis 2020.

 

Nominiert für den AMA Innovationspreis 2020 (in alphabetischer Reihenfolge):

 

FAMAS - FAst Magnetic Angle Sensor

Prof. Dr. Radivoje S Popovic, Sasa Spasic, Marjan Blagojevic, Sasa Dimitrijevic, Dr. Dragana Popovic Renella, Dr. Thomas Kaltenbacher (SENIS AG, Zug/Schweiz)

 

FAMAS ist der erste kostengünstige, schnelle und genaue magnetische Winkelsensor, der auf zwei vertikalen Hall-Elementen und der direkten Umwandlung des Winkels in das digitale Format basiert. Der in diesem Sensor implementierte, patentierte, neuartige Algorithmus beinhaltet ein innovatives Servoregelungssystem. Er ermöglicht eine Winkelerfassung bei praktisch unbegrenzten Drehgeschwindigkeiten mit minimaler und winkelunabhängiger Latenzzeit. (Broschüre S. 8)

 

fluidFOX der clevere online Fluid Analysator

Alexander O. Niedermayer, Friedrich Feichtinger und Thomas Voglhuber-Brunnmaier (Micro Resonant, Linz/Österreich)

 

Der fluidFOX von MicroResonant ist ein kompaktes System zur Überwachung der Qualität von Schmier- und Hydraulikölen und trägt zur Senkung von Wartungskosten und Ausfallsrisiken von Maschinen bei. Unabhängig vom Öltyp bestimmt er nicht nur dessen Viskosität, sondern ermittelt ein umfassendes Profil mehrerer Parameter des Öls in Abhängigkeit von Temperatur und Druck. Vollautomatisch erzielt der fluidFOX dabei eine Messgenauigkeit, die sogar aufwändige Laboranalysen übertrifft. (Broschüre S. 8)

 

Photoakustischer CO₂-Sensor für Serienanwendungen

Marco Gysel, Dr. Thomas Uehlinger, Dr. Johannes Bühler, Dr. Michel Stromereder (Sensirion AG, Stäfa/Schweiz)

 

Der SCD40 repräsentiert den ersten CO₂- und RH/T-Sensor im Miniaturformat, der durch einen Platzbedarf von nur einem Kubikzentimeter besticht. Diese disruptive Innovation basiert auf dem Prinzip der photoakustischen Sensorik und vereint minimale Größe mit maximaler Leistung. Aufgrund seines beispiellosen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist der SCD40 besonders für Serienanwendungen und kostensensitive Einsatzbereiche geeignet. (Broschüre S. 9)

 

Thoraxmonitor

Dr. Jens Langejürgen, Jan Ringkamp, Philipp Radler, Dr. Philipp Lebhardt (Fraunhofer IPA, Mannheim)

 

Respiratorische Parameter, wie Atemfrequenz und -tiefe, aber auch Beginn der In- und Exspiration, gehören zu den wichtigsten Vitalparametern in der klinischen Überwachung. Die Echtzeit-Bestimmung dieser Parameter ist für die Ansteuerung von Beatmungsgeräten essentiell, besonders bei sehr kleinen Lungen. Mit dem Thoraxmonitor werden Änderungen der Permittivität im Thorax berührungslos gemessen und daraus respiratorische Parameter abgeleitet. (Broschüre S. 9)

 

Ultraschall-Durchflussmessgerät für Prozessgase mit Gasanalysefunktion

Dr. Michal Bezděk, Pierre Ueberschlag, Frank Wandeler, Dr. Oliver Berberig (Endress+Hauser Flow, Weil a.R.)

 

Das industrieoptimierte Ultraschall-Durchflussmessgerät Prosonic Flow G 300/500 misst hochgenau trockene und feuchte Gase bei schwankenden Prozessbedingungen. Ein einzigartiges Sensorkonzept ermöglicht einen wartungsfreien Langzeitbetrieb selbst in schwierigen Anwendungen mit einem hohen Flüssigkeitsanteil im Gas. Zusätzlich stellt die integrierte Gasanalysefunktion Prozessgrößen zur Überwachung von Gaseigenschaften und -qualität in Echtzeit zur Verfügung. (Broschüre S. 10)

 

„Der AMA Verband verleiht den AMA Innovationspreis im zwanzigsten Jahr und wir durften auch in diesem Jahr eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Bewerbungen begutachten“, sagt Professor Andreas Schütze, Juryvorsitzender von der Universität des Saarlandes. „Die fünf nominierten Teams zeigen wieder einmal, wie innovativ Lösungen und Entwicklungen aus der Sensorik und Messtechnik sind. Besonders auffällig ist bei den diesjährigen Nominierungen die hohe Dichte der Innovationen aus Österreich und der Schweiz.“

 

Die Gewinner des AMA Innovationspreises 2020 werden am 22. Juni 2020 auf der Eröffnungsveranstaltung der SMSI 2020 - Sensor and Measurement Science International bekannt gegeben, die parallel zur SENSOR+TEST 2020 in Nürnberg stattfinden wird.
 

Die Übersicht aller Bewerbungen um den AMA Innovationspreis 2020 in der Broschüre AMA Innovationspreis 2020 - Die Bewerber  

AMA Innovationspreis 2020: Bewerbung bis 29.1.2020 einreichen

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) ruft Forscher und Entwickler auf, innovative Projekte und Produktideen aus der Sensorik und Messtechnik bis zum 29. Januar 2020 einzureichen.

 

Bewerben können sich Einzelpersonen und Entwicklerteams aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit innovativen Forschungs- und Entwicklungslösungen, die eine erkennbare Marktrelevanz aufzeigen. Der renommierte AMA Innovationspreis ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich können sich Unternehmen um den Sonderpreis „Junges Unternehmen“ bewerben, wenn sie nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz unter 10 Millionen Euro erwirtschaften. Der Gewinner in dieser Sonderkategorie erhält einen kostenlosen Messestand auf der SENSOR+TEST 2020 in Nürnberg.