Sensorik und Messtechnik wächst trotz Lieferproblemen und Embargo

 

Branche startet im ersten Quartal mit deutlich positiven Ergebnissen

Berlin, 2. Juni 2022 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Branche meldet für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von sieben Prozent, verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge stiegen zu Jahresbeginn um acht Prozent. Die Branche startet im ersten Quartal 2022 mit positiver Gesamtentwicklung und erwartet für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum von sechs Prozent. 

 

Zeigte sich die Sensorik und Messtechnik Branche bereits im vergangenen Jahr mit deutlichem Wachstum, setzte sie diesen Trend im ersten Quartal 2022 weiter fort. Die AMA Mitglieder erwirtschafteten trotz der weiterhin bestehenden Zulieferschwierigkeiten ein Umsatzplus, bei anziehenden Auftragseingängen. Das gilt sowohl für die großen als auch für die kleinen und mittelgroßen (KMU) Branchenvertreter. Allerdings sind die großen optimistischer als die kleinen, bezogen auf die Aussichten der wirtschaftlichen Lage. 

 

Beim Umsatz punkteten insbesondere die AMA Mitglieder, die in die Elektronindustrie und die, die in den Maschinenbau liefern. Bei den Zulieferern der Autoindustrie schnitten die KMU besser ab als die großen AMA Mitglieder.  

 

Gefragt nach den Auswirkungen der Sanktionen aufgrund des Ukrainekriegs gaben 87 Prozent der AMA Mitglieder an, betroffen zu sein. Allerdings schätzen die AMA Mitglieder den Anteil der eigenen Betriebsleitungen durch das Embargo auf verkraftbare sieben Prozent. Seit Beginn der militärischen Invasion hat es allerdings zum Teil hohe Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen gegeben, damit bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung der Industrie insgesamt weiterhin hoch.

 

„Die wirtschaftlichen Ergebnisse unserer Mitglieder zeigen auch im ersten Quartal einen anhaltenden Aufwärtstrend “, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die Aussichten sind ebenfalls positiv, unsere Branche rechnet mit einem Umsatzplus von sechs Prozent im laufenden Quartal. Die größte Herausforderung für unsere Branche bleiben die Beschaffungsschwierigkeiten, die die Lieferfähigkeit unserer Mitglieder bestimmen.“

Technologieplattform für NDIR Gassensorik gewinnt AMA Innovationspreis 2022

Klassische Sensorik mit technologischer Lösung auf höchsten Niveau überzeugt Jury 

 

Berlin, 10. Mai 2022 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) zeichnete am 10. Mai das Gewinnerteam mit dem AMA Innovationspreis auf der SENSOR+TEST 2022 in Nürnberg aus. Die Jury bescheinigte dieser Entwicklung einen besonders innovativen Lösungsansatz, bei deutlich erkennbarer Marktrelevanz. Über das Preisgeld von 10.000 Euro freute sich das Entwicklerteam der Technologieplattform für NDIR Gassensorik, ein Gemeinschaftsprojekt der Micro-Hybrid Electronic GmbH, des CIS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH, der Siegert Thin Film Technology GmbH und der 5microns GmbH

 

Die Technologieplattform für hochzuverlässige NDIR Gassensorik ist ein innovatives Gassensor-System mit neuartigem spektral breitbandigen Infrarot(IR)-Emitter. Die Entwicklung der Micro-Hybrid Electronic GmbH und ihrer Partner kombiniert bahnbrechende Technologien von MEMS Chips bis zum Modul für Gassensoren mit besonderer Langzeitstabilität auch in extremen Umweltbedingungen. Eine patentierte Konstruktion, die hermetisch dichte Aufbautechnologie der IR-Komponenten und IR-Emitter-Chips mit Mikro-Nano-Strukturen als optische Funktionalisierung sind die Innovationstreiber für neue branchenübergreifende Gasmessanwendungen. (Broschüre S. 8)

 

Die Jury gratuliert dem Entwicklerteam bestehend aus Steffen Biermann, Patrick Sachse, Thomas Bartnitzek von der Firma Micro-Hybrid Electronic GmbH, Professor Dr. Thomas Ortlepp vom CIS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH, Dr. Ralf Koppert von der Siegert Thin Film Technology GmbH und Lars Dittrich von der 5microns GmbH.

 

„Die Technologieplattform für NDIR-Gassensorik bildet die klassische Sensorik mit technologischen Lösungen auf höchsten Niveau ab und zeigt, dass ein Sensorelement allein in der Regel nicht ausreicht. Auch die Aufbau- und Verbindungstechnik ist wesentlich für Langzeitstabilität und Zuverlässigkeit. Erst im Systemverbund verschiedener Komponenten werden Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen erzielt,“ erklärt Professor Andreas Schütze, Juryvorsitzender von der Universität des Saarlandes, die diesjährige Entscheidung. 

 

Broschüre mit allen Einreichungen 2022

Alle akzeptierten Einreichungen werden mit einer Kurzbeschreibung der Innovation in der Broschüre ‚AMA Innovationspreis 2022 – Die Bewerber‘ veröffentlicht, die kostenfrei online heruntergeladen werden kann. 

 

Bewerbungen für den Innovationspreis 2023

Bewerbungsformulare für den AMA Innovationspreis 2023 sind ab Ende Oktober 2022 verfügbar. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten. Weitere Informationen unter: www.ama-sensorik.de

Sensorik und Messtechnik wächst stabil auf hohem Niveau und investiert wieder

AMA Verband meldet wirtschaftliche Branchenentwicklung 2021 und Ausblick 2022

 

Sensorik und Messtechnik erwirtschaftete im Jahr 2021 ein Umsatzplus von 20 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Das stimmt die Branche für das laufende Geschäftsjahr optimistisch, sie rechnet mit einem Umsatzplus von zehn Prozent für 2022. Im vergangen Jahr investierte die Branche zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, die Exportquote sank um elf Prozentpunkte, der Anteil der Unternehmen mit Mitarbeitern in Kurzarbeit ging deutlich zurück und lag Ende 2021 bei sieben Prozent. 

 

Berlin, 10. März 2022 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine Mitglieder im Januar 2022 zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche insgesamt ein Umsatzplus von zwanzig Prozent, verglichen zum Vorjahr. Im ersten Quartal verzeichnete die Branche ein deutliches Umsatzplus durch Nachholeffekt, die nachfolgenden Quartale wiesen einen stabilen Umsatz auf hohen Niveau aus.   

 

Sensorik und Messtechnik zeigt sich investitionsfreudig

Die Branche zeigt sich wieder investitionsfreudig. Gingen die Investitionen im Jahr 2020 zurück, investierten die AMA Mitglieder im vergangenen Jahr zwölf Prozent mehr und planen für das laufende Jahr die Investitionen um weitere 14 Prozent zu erhöhen. Damit zeigt sich die Sensorik und Messtechnik als optimistische Branche in Aufbruchsstimmung. 

 

Exporte pandemiebedingt rückläufig

Bisher wuchsen die Exportquoten der Branche kontinuierlich an, das änderte sich im vergangen Jahr. Die Exportquote ging um elf Prozent zurück, insgesamt liegt die Sensorik und Messtechnik mit einer Exportquote von 50 Prozent aber im vergleichbaren Durchschnitt der Industrie. 

 

Mitarbeiterzahl steigt, Kurzarbeit geht deutlich zurück

Die Kurzarbeit sank bei den AMA Mitgliedsunternehmen von rund 50 Prozent im Vergleichsquartal auf sieben Prozent im 4. Quartal 2021. Stellte die Branche im vergangen Jahr drei Prozent neue Mitarbeiter ein, plant sie für dieses Jahr weitere Neueinstellung von plus fünf Prozent. 

 

Positive Entwicklung der Innovationsintensität

Der AMA Verband befragte seine Mitglieder nach dem Anteil des Umsatzes, den die Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren. Die großen Unternehmen investierten zwölf Prozent und die kleinen und mittelgroßen zehn Prozent. Insgesamt investierte die Branche rund elf Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das ist eine vergleichbar hohe Innovationsintensität, wie sie die Elektronikindustrie erreicht. Diese hat die höchste in Deutschland, laut der aktuellen Studie des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH). 

 

Zusammenfassendes Statement

„War das Jahr 2020 pandemiebedingt eine Herausforderung für unsere Mitglieder, konnten diese im vergangen Jahr deutlich aufholen und Nachholeffekte für sich nutzen. “, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die Umsätze stabilisieren sich auf hohem Niveau, die Branche investiert in Forschung und Entwicklung und stellt neue Mitarbeiter ein. Das verdeutlicht die optimistische Aufbruchsstimmung unserer Branche für das laufende Geschäftsjahr.“ 

AMA Innovationspreis 2022: Fünf Nominierungen, zwei Sonderpreisträger

Sonderpreis ‚Junges Unternehmen‘ für die Ackision GmbH und die HCP Sense GmbH

 

Berlin, 10. März 2022 – In diesem Jahr bewarben sich 30 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland um den renommierten AMA Innovationspreis. Die Gewinner erwartet ein Preisgeld von 10.000 Euro. 


In der Sonderkategorie ‚Junges Unternehmen‘ konnten sich Unternehmen bewerben, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter 10 Millionen Euro erwirtschaften. Die Gewinner des Sonderpreises erhalten einen kostenfreien Messestand auf der SENSOR+TEST 2022. In diesem Jahr überzeugten gleich zwei junge Unternehmen, so dass es zwei Sieger in der Sonderkategorie gibt. Zum einen die Ackision GmbH für „FUSE - Femto- bis Mikroampere schnell und rauscharm erfassen“ sowie die HCP Sense GmbH für „Sensorlager ohne Sensor – Wälzlagerkräfte bauraumneutral messen“. Beide Bewerbungen bleiben weiterhin Anwärter auf den AMA Innovationspreis 2022. 


Nominiert für den AMA Innovationspreis 2022 sind (in alphabetischer Reihenfolge):


FUSE - Femto- bis Mikroampere schnell und rauscharm erfassen

Dr. Ansgar T. Kirk, Cornelius Wendt, Alexander Bohnhorst, Prof. Dr. Stefan Zimmermann


FUSE ist ein zum Patent angemeldetes Strommessgerät mit einer einzigartigen Kombination aus höchstem Signal-Rausch-Verhältnis, großer Bandbreite sowie ausgezeichneter Dynamik mit Linearität über mehr als sechs Größenordnungen von Femto- bis Mikroampere. Es stellt eine wichtige Enabling-Technologie für einen Leistungssprung in der Sensorik dar, der neue Anwendungsfelder und Sensorprinzipien für die nächste Sensorgeneration ermöglicht. Ein Prototyp von FUSE ist bereits bei einem Pilotkunden im Dauereinsatz und wird aktuell im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers zur Serienreife gebracht. (Broschüre S. 8)


H2MEMS: neuer H2-Sensor mit breitem Messbereich und hoher Selektivität

Maren Lengert, Michael Weidner, Dr. Marion Wienecke (Materion GmbH, Wismar)


Der H2MEMS ist die Realisierung einer neuen Idee für einen Sensor auf Basis physikalisch schaltender Pd-basierter Schichtsysteme in Verbindung mit mikro-elektro-mechanischen Sensorstrukturen. Alleinstellungsmerkmale sind der breite Messbereich von 100 ppm bis 100 % vol Wasserstoff in variierenden Gasgemischen, eine hohe Selektivität, insbesondere die Unempfindlichkeit gegenüber Methan, und eine kurze Ansprechzeit. Das Design des Sensors ist erheblich miniaturisiert und mit einer mikrotechnischen Fertigung (Si-Technologie) kompatibel, wodurch eine kostengünstige Herstellung großer Stückzahlen möglich ist. (Broschüre S. 9)


Scannendes kurzkohärentes heterodynes IR-Laservibrometer MSA-650 IRIS

Dr. Marco Wolfer, Dr. Volker Seyfried, Dr. Marcus Winter, Moritz Giesen, Christian Ehrmann, Stephan Barking, Mike Herberich, Jürgen Glauner, Babak Pourat, Dr. Frank Heimes (Polytec GmbH, Waldbronn)


Das Polytec MSA-650 IRIS ermöglicht die Messung der Bauteildynamik innerhalb verkapselter Mikrosysteme. Das innovative und patentierte Interferometer-Design kombiniert eine kurzkohärente SLD Lichtquelle zur effektiven Selektion der aktiven Bauteilebene mit einer speziellen IR-Kamera. Es ist damit das erste optische Messgerät zur hochpräzisen und flächenhaften Erfassung der Bauteildynamik an MEMS und Mikrostrukturen durch die intakte Siliziumverkapselung hindurch mit effektiver kurzkohärenter Unterdrückung störender Signalbeiträge – berührungsfrei und ohne Beeinträchtigung der realen Dynamik. (Broschüre S. 10)


Sensorlager ohne Sensor – Wälzlagerkräfte bauraumneutral messen

Sarah Wicker, Dr. Georg Martin, Dr. Tobias Schirra, Ansgar Thilmann (HCP Sense GmbH, Darmstadt)


Das Sensorlager von HCP Sense bietet die Möglichkeit, wirkende Kräfte und den Schmierungszustand in Wälzlagern zu messen, z. B. für Condition-Monitoring-Anwendungen. Dabei nimmt es den gleichen Bauraum wie ein entsprechendes konventionelles Lager ein und kann deshalb ohne größere Konstruktionsänderungen in Maschinen integriert werden, da das Lager selbst als Sensor fungiert und hier keine essentiellen Veränderungen vorgenommen werden. HCP Sense ist eine Ausgründung der TU Darmstadt und wird seit 2021 durch das Förderprogramm EXIST Forschungstransfer gefördert. (Broschüre S. 8)


Technologieplattform für hochzuverlässige NDIR Gassensorik 

Steffen Biermann, Patrick Sachse, Thomas Bartnitzek (Micro-Hybrid Electronic GmbH, Hermsdorf); Prof. Dr. Thomas Ortlepp (CIS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH), Dr. Ralf Koppert (Siegert Thin Film Technology GmbH), Lars Dittrich (5microns GmbH)


Ein innovatives Gassensor-System mit neuartigem spektral breitbandigen Infrarot(IR)-Emitter. Die Entwicklung der Micro-Hybrid Electronic GmbH und ihrer Partner kombiniert bahnbrechende Technologien von MEMS-Chips bis zum Modul für Gassensoren mit besonderer Langzeitstabilität auch in extremen Umweltbedingungen. Eine patentierte Konstruktion, die hermetisch dichte Aufbautechnologie der IR-Komponenten und IR-Emitter-Chips mit mikro-nano-Strukturen als optische Funktionalisierung sind die Innovationstreiber für neue branchenübergreifende Gasmessanwendungen. (Broschüre S. 9)

 

Die Gewinner des AMA Innovationspreises 2022 werden am 10. Mai 2022 auf der Eröffnungsveranstaltung der SENSOR+TEST 2022 in Nürnberg bekanntgegeben. 


Die Übersicht aller Bewerbungen um den AMA Innovationspreis 2022 unter: 

Sensorik und Messtechnik: AMA Seminarprogram 2022

AMA Weiterbildung 2022

Seminare für Profis und Quereinsteiger unter wissenschaftlicher Leitung

 

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik veröffentlicht sein Seminarprogramm 2022. In diesem Jahr sind sowohl Online-Seminare als auch Präsenzveranstaltungen u.a. zu den Themen Industrielle Bildverarbeitung, Optische Spektroskopie, Magnetoresistive-Sensoren oder Hall-Sensoren geplant. 

 

Berlin, 16. Februar 2022 – Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) veröffentlicht sein aktuelles Seminarprogramm 2022. In diesem Jahr werden fachliches Wissen über Sensoren, Sensorsysteme sowie deren Funktionen und Einsatzmöglichkeiten als Online- und als Präsenz-Seminare angeboten. 

 

Teilnehmende lernen die richtigen Sensoren für den vorliegenden Anwendungsfall auszuwählen und die Vor- und Nachteile zu bewerten. Die wissenschaftlich geleiteten Seminare gewähren einen tiefen Einblick in fachspezifische Themen aus der Sensorik und Messtechnik. 

 

Die AMA Seminare richten sich an Profis wie Entwickler, Forscher, Fertigungs- und Vertriebsingenieure und bieten den Teilnehmenden ein fundiertes, herstellerunabhängiges Wissen und informieren über den neuesten Stand der Sensorik und Messtechnik. 

 

Das AMA Seminarprogramm 2022 mit Themen, Terminen und Preisen unter: www.ama-weiterbildung.de