Sensorik und Messtechnik mit Umsatzplus und stabilem Auftragseingang

Sensorik und Messtechnik mit Umsatzplus im 2. Quartal

 

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Nach einem leichten Umsatzrückgang im ersten Quartal erwirtschaftete die Branche im zweiten Quartal ein Umsatzplus von zwei Prozent. Die Auftragseingänge zeigten sich mit einem Minus von einem Prozent nahezu stabil, verglichen zum Vorquartal.

 

Der Bedarf an Sensoren und Messtechnik als Schlüsseltechnologie der Digitalisierung, der Elektroindustrie und des Maschinenbaus ist weiterhin hoch. Derzeit leiden einige dieser Anwenderbranchen unter einem zunehmend unsicheren Welthandelsklima, vor allem die exportorientierten Industriezweige verlieren an Schwung. Diesem Trend widersetzte sich die Branche Sensorik und Messtechnik im zweiten Quartal mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent, verglichen zum Vorquartal.

 

„Wir gehen derzeit davon aus, dass die Sensorhersteller den Vorteil haben, in fast alle Anwenderindustrien zu liefern. Geht es der einen oder anderen exportorientierten Anwenderbranche schlecht, so zogen beispielsweise Robotik und Automation deutlich an“, beurteilt Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer, die aktuelle Verbandsstatistik. „Viele unserer Mitglieder gehen von einem weiteren Branchenwachstum in diesem Jahr aus und erwarten für das dritte Quartal ein Umsatzplus von fünf Prozent.“

Umsatzrückgang bei stabilen Auftragseingängen

Umsätze im 1. Quatral
Rückläufiger Umsatz bei Sensorik und Messtechnik-Herstellern
Auftragseingänge in Q1
Auftragseingänge zeihen leicht

 

 

Nach einem erfolgreichen Vorjahresergebnis mit zehn Prozent Umsatzwachstum schwächelt die Branche im ersten Quartal 2019 und weist ein Minus von einem Prozent aus, verglichen mit dem Vorquartal. Die Auftragseingänge zeigen sich stabil mit einem Plus von einem Prozent, verglichen zum Vorquartal. 

 

Damit bekommt die Branche der Sensorik und Messtechnik die Ausläufer des schwachen Starts der deutschen Industrie zu spüren. Als Exportweltmeister wirken sich Handelskonflikte und die sich daraus ergebenden Verunsicherung insbesondere auf den deutschen Maschinenbau und die Automobilwirtschaft negativ aus. Das Wirtschaftsministerium geht derzeit von einer weiterhin gedämpften Auftragslage der Industriekonjunktur in den kommenden Monaten aus. 

 

„In unsicheren Zeiten zeigt sich die Wirtschaft schwankungsanfällig. Die deutsche Wirtschaft gibt nach, die Maschinenbauer und die Automobilbranche leiden unter rückläufigen Bestellungen, dass alles hat Auswirkungen auf unsere Branche“, bewertet Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer, die aktuellen Quartalszahlen. „Verschlechtert sich die Auftragslage des Maschinenbaus, dann trifft es zeitverzögert die Sensorik und Messtechnik. Die große Mehrheit der AMA Mitglieder liefert nach eigenen Angaben in den Maschinenbau und gut 30 Prozent in die Automobilbranche.“

 

 

Die AMA Mitglieder bleiben insgesamt weiterhin verhalten optimistisch und erwarten für das zweite Quartal ein vier prozentiges Umsatzwachstum, da Sensoren Innovationen für nahezu alle Anwenderbranchen ermöglichen. Einen Überblick über neue Trends und Entwicklungen erhalten Interessierte vom 25.- 27. Juni 2019 auf der Fachmesse SENSOR+TEST in Nürnberg. Rund 560 nationale und internationale Aussteller präsentieren technische Lösungen der Mess-, Prüf-, Steuerungs- und Regelungstechnik.