Sensorik und Messtechnik: Umsatz stabil, Auftragseingänge ziehen an

 

Sensorik und Messtechnik verzeichnete im ersten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum, im zweiten Quartal stabilisieren sich die Umsätze bei plus minus null Prozent. Die Auftragseingänge der Branche entwickelten sich insgesamt positiv mit einem Plus von acht Prozent. Der Anteil der AMA Mitgliedsunternehmen die Kurzarbeit angemeldet haben sinkt deutlich, nur noch eins von fünf Unternehmen beschäftigt in Kurzarbeit.

 

Umsatz aufholen konnten die kleinen bis mittelgroßen Unternehmen (KMU) im zweiten Quartal deutlich besser als die großen Unternehmen der Branche. Daher sind die Erwartungen der kleinen bis mittelgroßen AMA Mitglieder etwas optimistischer als die der größeren Mitglieder. Insgesamt rechnet die Branche für das dritte Quartal mit einem positiven Wachstum von vier Prozent. 

 

Kurzarbeit gibt es nur noch bei den KMU der Branche und betrifft überwiegend die Lieferanten in die Zielmärkte: Maschinenbau, Sensorik und Messtechnik sowie die Automobil- und Elektrobranche. Wenig bis gar nicht betroffen sind Lieferanten in die Medizintechnik und Energiewirtschaft. Das unterfüttern überdurchschnittliche Auftragseingänge für die Lieferanten der Medizintechnik. Ebenfalls gut entwickelt sich der Absatzmarkt Aerospace. Unterdurchschnittliche Ergebnisse melden die Zulieferer in die Sensorik und Messtechnik. 

 

Der AMA Verband befragt seine Mitglieder auch zur Entwicklung des Onlinehandels während der COVID-Krise. Jedes sechste Unternehmen verstärkt den eigenen Onlinehandel, insbesondere Lieferanten für den Energie- und den Automobil-Sektor. Die Unternehmen, die den Onlinehandel auf- und ausbauen berichten mehrheitlich von vielversprechenden Ergebnissen. 

 

„Unsere Branche holt erfreulicherweise wieder auf, insbesondere die Umsätze und die Auftragseingänge entwickelt sich so, wie unsere Branche den langfristigen Trend vor der Corona-Pandemie erwartete,“ sagt Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer. „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, die Kurzarbeit hat deutlich abgenommen, die Umsätze stabilisieren sich und die Branche blickt zuversichtlich auf das laufende Quartal.“  

Sensorik und Messtechnik: Starkes Umsatzwachstum im ersten Quartal

Branche wächst stärker als erwartet durch Nachholeffekte


Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Branche meldet für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 13 Prozent, verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge stiegen zu Jahresbeginn um sieben Prozent. Die Branche ist positiv gestimmt und erwartet für das zweite Quartal ein weiteres, moderates Umsatzwachstum von vier Prozent.

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 insgesamt um 1,7 Prozent. Die Industrie war am Ende des ersten Quartals jedoch wieder aufwärtsgerichtet und die Auftragseingänge setzten diesen Aufwärtstrend fort, insbesondere durch eine steigende Inlandsnachfrage. Die Sensor- und Messtechnik-Hersteller melden deutlich positivere Entwicklungen für das erste Quartal. Insbesondere die großen AMA Mitglieder konnten im ersten Quartal die Umsätze steigern. Bei den Auftragseingängen punkten hingegen die kleinen und mittelständischen Branchenvertreter überdurchschnittlich, die großen Player melden stabile Auftragseingänge. Starke Nachholeffekte wirken sich positiv auf die Zulieferer der Elektronikbranche und dem Maschinen- und Anlagenbau aus, bei den Zulieferern in die Automobilbranche lässt dieser Effekt noch auf sich warten.

„Unsere Statistik zeigt, dass die Umsatzrückgänge aus der Corona Krise inzwischen für einen Großteil unserer Branche ausgeglichen werden konnte“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die Erwartungen unserer Mitglieder sind insgesamt positiv. Unterbrochene Lieferketten konnten den meisten Fällen durch alternative Lieferanten geschlossen werden. Die Entwicklung der Auftragseingänge unterstützt zudem die Aussicht auf ein sich normalisierendes Umsatzwachstum im laufenden Quartal.“