Sensorik und Messtechnik: Umsatz und Auftragslage rückläufig

AMA Verband meldet Branchenentwicklung im zweiten Quartal 2020

 

Sensorik und Messtechnik verzeichnete bereits im ersten Quartal leichte Umsatzeinbußen, im zweiten Quartal gingen die Umsätze um weitere acht Prozent zurück. Die Auftragseingänge der Branche entwickelten sich ebenfalls negativ und reduzierten sich um 13 Prozent. Der Anteil der AMA Mitgliedsunternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, stieg im 2. Quartal auf 55 Prozent.

 

Berlin, 16. September 2020 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) befragte seine rund 450 Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten Quartal. Laut eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche im zweiten Quartal ein Umsatzminus von acht Prozent, verglichen mit dem Vorquartal. 

 

Interessant dabei, dass große und kleine bis mittelgroße Unternehmen (KMU) eine ähnliche Umsatzentwicklung zeigen, die Erwartungen jedoch unterschiedlich ausfallen. Hatten die KMU im ersten Quartal einem Umsatzrückgang von 14 Prozent vorausgesagt, erwirtschafteten diese mit minus acht Prozent ein weniger negatives Ergebnis als erwartet. Für das laufende Quartal rechnen die KMU mit einem Minus von drei Prozent. Die großen Unternehmen erwarteten einen Rückgang um drei Prozent und müssen einen Umsatzrückgang von neun Prozent verkraften. Für das dritte Quartal rechnen die großen Unternehmen mit einem Minus von einem Prozent. 

 

Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte im zweiten Quartal

 

Die Absatzmärkte der Sensorik- und Messtechnikunternehmen entwickeln sich im zweiten Quartal ebenfalls unterschiedlich. Positiv zeigte sich lediglich die Absätze in die Gebäude und Heizungs-, Lüftung- und Klimabranche. Die Medizintechnik verzeichnete insgesamt leichte Rückgänge. 

 

Die stärksten Absatzrückgänge mussten die Lieferanten hinnehmen, die in die stark sensorgetriebenen Branchen Automobil, Mobilität, Maschinenbau und Elektrotechnik liefern. Dort trüben sich auch die Erwartungen für das laufende Quartal deutlich ein. Zuversichtlich zeigen sich hingegen die Zulieferer in die Halbleiter- und Medizintechnik und in die eigene Branche der Sensorik und Messtechnik.

Zusammenfassendes Statement:

„Die gesamte deutsche Wirtschaft erlebte im ersten Halbjahr einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung,“ sagt Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer. „Nachfolgend zieht diese Entwicklung auch die Sensorik und Messtechnik in einen Abwärtstrend. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland flankiert diese Absatzentwicklung zusätzlich. Wie stark der Einbruch für die Sensorik und Messtechnikhersteller wird, lässt sich gegenwärtig noch nicht quantitativ einschätzen.“  

Sensorik und Messtechnik: Leichte Umsatzeinbußen im ersten Quartal

Sensors and Measurement: Slight Downturn in Revenue During First Quarter

Branche blickt pessimistisch ins zweite Quartal und meldet Kurzarbeit an 

 

Berlin, 16. Juni 2020 - Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Branche meldet für das erste Quartal ein Umsatzminus von einem Prozent, verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge stiegen zu Jahresbeginn um vier Prozent. Die Branche erwartet für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von vier Prozent. 25 Prozent der Unternehmen haben bereits im ersten Quartal Kurzarbeit angemeldet.

 

Umsätze und Auftragseingänge in der deutschen Industrie erholten sich zu Jahresbeginn zum Teil noch. Doch durch die Corona-Pandemie, die weltweit einen massiven Nachfrage- und Angebotseinbruch auslöste, hat sich die Konjunkturentwicklung inzwischen umgekehrt. Die Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt Produktion, Lieferketten, Absatzmärkte und den deutschen Arbeitsmarkt. Wie stark der Einbruch für die Sensorik und Messtechnikhersteller wird, ist laut AMA Verband gegenwärtig schwer einzuschätzen. Im laufenden Quartal rechnet die Branche mit einem Umsatzrückgang um vier Prozent.

 

„Da die nationalen und internationalen Absatzmärkte durch die Corona-Pandemie massiv eingebrochen sind, wirkt sich das zeitversetzt auf die Hersteller von Sensoren und Messtechnik aus“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die konjunkturelle Entwicklung zeigt im ersten Quartal, dass die Zulieferer in die Automobilindustrie besonders betroffen waren und deutliche Umsatzverluste verkraften mussten. Sie und die Zulieferer in den Maschinen- und Anlagenbau blicken daher auch pessimistisch in das laufende Quartal. Ganz anders die AMA Mitglieder, die in die Gebäudeautomation und die Medizintechnik liefern. Sie verbuchen leichte Zuwächse im ersten Quartal und blicken deutlich zuversichtlich in das laufende Quartal.“